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Carl Hirnbein
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Carl Hirnbein - Der Allgäu-Pionier


Die in der EDITION ALLGÄU erschiene Hirnbein Biografie ist mit zahlreichen zeitgenössischen Fotos und Illustrationen versehen sowie mit umfangreichen Anmerkungen und einem Quellen- und Literaturverzeichnis ausgestattet.

Dieses Werk liefert somit eine solide Grundlage für die Hirnbein-Forschung und wird gleichzeitig zur spannenden und detailreichen Lektüre für den Leser.

Für weitere Informationen und zur Bestellmöglichkeit geht es hier.

Was als lose Zusammenstellung von Erkenntnissen über Carl Hirnbein begonnen hatte, wuchs zu einer veritablen Biografie heran. Dabei schälten sich drei zentrale Begriffe heraus, um die herum Leo Hiemer sein Werk komponierte: "Käse, Freiheit, Fremdenverkehr". Der Autor und bekannte Film- und Fernsehregisseur fühlt einer Reihe von Hirnbein-Sagen auf den Zahn und rückt nebenbei auch manch liebgewordenes Klischee zurecht: So das geflügelte Wort vom "blauen Allgäu", das Hirnbein zum "grünen" gemacht habe.

Dr. Horst Kollmann öffnete dem Autor Leo Hiemer das Hirnbeinsche Familien-Archiv in Weitnau, unterstützte den gelernten Historiker und wies ihn auf manch bislang unbeachtete Quelle hin. Hinweise von Bezirksheimatpfleger Dr. Peter Faßl auf Hirnbeins Aktivitäten während der Revolution 1848/49 führten Hiemer in die Stadtarchive Immenstadt und Augsburg sowie ins Hauptstaatsarchiv nach München.

Der fortschrittliche Denker Hirnbein hatte einen weiten Horizont, der ihn in Widerspruch zum konservativen bayerischen Königreich brachte. Dem befürchteten Marsch der Allgäuer auf München,
wo der König zur Annahme der liberalen Paulskirchenverfassung gezwungen werden sollte, kamen die Militärs zuvor. Der Demokrat Hirnbein wurde zum Huldigungseid auf König Maximilian II. gezwungen. Schon zehn Jahre nach der Revolte zog er, gewählt von den liberal gesinnten Allgäuer Landsleuten, als Landtagsabgeordneter in den Landtag ein.

Ein weiterer wichtiger Aspekt in Hirnbeins Leben stellt das Grüntenhaus dar. Es sollte nicht nur Fremde ins Land locken, sondern auch lieberale Freunde von nah und fern versammeln. Hier oben, in der großartigen Allgäuer Alpennatur, konnten Freiheitsliebende aller Couleur von der Erfüllung ihrer Wünsche träumen und Schritte zu ihrer Verwirklichung verabreden.

Wer sich umfassend über den aktuellen Stand der Hirnbein-Forschung informieren und einen Einblick in das Allgäu des 19. Jahrhunderts nehmen will, ist mit Hiemers Buch bestens bedient. In ihrem Vorwort schreibt Prof. Dr. Marita Krauss, Professorin für bayerische und schwäbische Landesgeschichte an der Universität Augsburg, über "Carl Hirnbein - Der Allgäu Pionier": "Leo Hiemer erforscht Carl Hirnbeins Leben mit Akribie, aber auch mit der Liebe des Allgäuers und dem Blick des Filmemachers. Das gibt Hirnbeins Biografie ein besonderes Flair."

Zum Autor:
Leo Hiemer wurde am 29. Juni 1954 in Maierhöfen im Westallgäu als Bauernsohn geboren. In Tübingen und Göttingen studierte er Germanistik und Geschichte für das Lehramt an Gymnasien und schloss mit dem Staatsexamen ab. Parallel zum Studium begann er mit Klaus Gietinger Filme zu drehen.

1985 gelang mit dem Allgäu-Kultfilm "Daheim sterben die Leut`" der Durchbruch und ein großer Kino-Erfolg. Mit Filmen wie "Leni...muss fort" oder "Komm, wir träumen!" machte sich Leo Hiemer als Autor und Regisseur weit über das Allgäu hinaus einen Namen. Seine Filme heimsten internationale Preis ein und 2008 erhielt er den Kulturpreis Bayern. 2011 realisierte er im Auftrag des Bayerischen Rundfunks den Dokumentarfilm "Hirnbein - Auf den Spuren des Allgäu-Pioniers". Hiemer hat zwei erwachsene Töchter und lebt mit seiner Frau in Kaufbeuren.

Leo-Hiemer
"Über Hirnbein hört man viel Käse. Höchste Zeit, den Dingen mal auf den Grund zu gehen."